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: Donnerstag, 18. April 2019 um 20:53 Uhr
: Simultankirche des Jahres
Blick in die Katharinenkirche Thansüß
 
Blick in die Katharinenkirche Thansüß

Simultankirchen des Jahres

Gotteshäuser mit besonderer Geschichte

 
 
Evangelische Katharinenkirche in Thansüß (Foto: Gruber)
Katholische Kirche Hl. Dreifaltigkeit in Freihung (Foto: Gruber)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Simultankirchen des Jahres 2019
Gleich 2 Gotteshäuser tragen in diesem Jahr die Auszeichnung „Simultankirche des Jahres": Die Kirche Hl. Dreifaltigkeit in Freihung (heute katholisch) und die Katharinenkirche in Thansüß (heute evangelisch) im Landkreis Amberg-Sulzbach. Die gemeinsame Nutzung und Verwaltung der Kirchen wurde hier im Jahr 1663 eingeführt.

Ein Blick in die Kirche zur Hl. Dreifaltigkeit
Madonna
Die Kirche wurde 1764/65 während der Zeit des Simultaneums erbaut. Sie steht am höchsten Punkt Freihungs. Baumeister war Sebastian Regner aus Sulzbach. Die Kirche war früher von Friedhöfen umgeben: Auf der einen Seite der evangelische, auf der anderen der katholische.

Das Simultaneum hatte in Freihung bis 1908 Bestand. Die evangelische Gemeinde durfte die von da an katholische Kirche aber bis 1922, bis zum Bau eines eigenen Gotteshauses, weiter nutzen. Die katholische Pfarrei erweiterte ihre Kirche in dieser Zeit auf der Westseite.

Im Jahr 2018 wurde das Gotteshaus aufwändig renoviert und erstrahlt nun in neuem Glanz. Wer sie heute betritt, kann sich unter anderem am prächtigen Hochaltar, einem Josefsaltar aus der Zeit des Rokoko und mehreren schönen Mariendarstellungen erfreuen.
 
 
 
Ein besonderer Altar in Thansüß
Altarraum der Katharinenkirche (Foto: Gruber)
Andreas Kummer stiftete 1716 zur Erbauung einer neuen Kirche 50 Gulden – eine Vorgängerkapelle wurde vermutlich im Dreißigjährigen Krieg zerstört. 1721, also zur Zeit des Simultaneums, wurde die heutige Kirche fertig gestellt.
In Thansüß wurde das Simultaneum 1935 beendet. Hier zogen die Katholiken aus und erbauten sich eine neue Katharinenkirche im Ort. Als Ablöse zahlten die Evangelischen ihnen 1.000 Reichsmark und durften dafür das Gotteshaus mit Kanzel, Glocken und Orgel sowie dem Hochaltar behalten.

Letzterer erhielt Mitte der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts ein neues Altarbild. Es versetzt das Kreuzigungsgeschehen in die nördliche Oberpfalz: Aus der Oberpfälzer Hügellandschaft ragen der Parkstein und der Rauhe Kulm hervor.
Wirklich außergewöhnlich ist jedoch noch etwas anderes: Ein unbekannter Künstler hat weitere biblische Szenen in der Marmorierung der Säulen versteckt, die man nur aus nächster Nähe oder mit dem Fernglas entdeckt.

Kirchenführung in Thansüß
Deckengemälde in Hl. Dreifaltigkeit (Foto: SG)
Engel am Hochaltar in Hl. Dreifaltigkeit in Freihung (Foto: SG)

 

 

 
 
 
Wenn Sie mehr wissen möchten
Interaktive Karte mit Kontaktdaten der Pfarrämter, Rathäuser und Gastronomie
Veranstaltungskalender der Simultankirchen des Jahres 2019
Imagefilm der Marktgemeinde Freihung
Infobroschüre der Marktgemeinde Freihung
Tourismus-Infos Amberg-Sulzbacher Land

 
 

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